Leider hören junge Mütter immer noch diesen, eigentlich doch gut gemeinten, Ratschlag. Doch ist es wahr, dass man das Baby mit Körperkontakt verwöhnen kann?

Genau genommen, kommt ein Baby schon „verwöhnt“ auf die Welt. Im Bauch ist es wohl behütet, immer in Berührung mit der Mutter, aufgewachsen. Jede Atembewegung der Mama überträgt sich auf das Fruchtwasser und lässt das Baby sanft schaukeln. Dies ist wichtig für die Entwicklung des Gleichgewichtssinns.

Und im Bauch ist es alles andere als ruhig! Das Baby hört den Herzschlag der Mutter, das Rauschen des Blutes, Darmgeräusche und dies 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche.

Doch dann kommt die Geburt: Die Welt ändert sich für ein Baby komplett! Plötzlich kann es ganz leise sein und auch die Welt steht scheinbar still. Nichts schaukelt mehr.

So und nun soll das Baby alleine in einem Bettchen liegen. Manchmal gelingt es und für manche Babys ist diese Umstellung kein Problem, aber nicht alle Babys sind gleich. Einige kommen mit dieser Veränderung gut klar und andere wiederum brauchen für diesen Lernschritt mehr Zeit und vor allem eine sanfte Begleitung.

Übrigens: Babys wissen instinktiv, dass sie auf Hilfe angewiesen sind. Alleine wären sie nicht lebensfähig und würden verhungern oder erfrieren.

Wissenschaftlich ist erwiesen: Kuscheln stärkt die Eltern-Kind-Bindung, sorgt für ein starkes Immunsystem, fördert das Urvertrauen und entspannt das Nervensystem (dies sorgt für einen gesunden Schlaf).

Also wer kuscheln will, soll kuscheln so lange und so viel man möchte! Hier gibt es kein Zuviel und bitte lass dich nicht von gut gemeinten, veralteten Ratschlägen verunsichern!

Falsch – Hebammen können viel mehr.

Hebammenbetreuung kann schon bei Kinderwunsch beginnen. Wir beraten und können auch mit Akupunktur, CranioSacraler und anderen Zusatzausbildungen zur Seite stehen.

Schon in der Schwangerschaft ist die Hebamme ein wichtiger Begleiter und bei Fragen und Unsicherheiten mit Rat und Tat helfen. Wir unterstützen Frauen, sich optimal auf die Geburt vorzubereiten und Ängste abzubauen.

Doch auch nach der Entbindung hört die Hebammenhilfe nicht auf. Eine Hebamme begleitet Mütter/ junge Familien in den ersten Wochen und gibt wertvolle Ratschläge zum Stillen, zur Babypflege oder auch die Rückbildung und Wundheilung der Mutter wird untersucht. Wir geben auch Tipps, wie die Bindung zum Baby optimal gefördert werden kann.

Aber auch außerhalb von Schwangerschaft und Geburt kann eine Hebamme helfen- etwa bei Fragen rund um Verhütung oder Sexualität. Einige Hebammen sind an Schulen tätig und informieren über Pubertät und die körperliche Entwicklung.

Wie du siehst, kann eine Hebamme ein unverzichtbarer Begleiter für Frauen in allen Phasen des Mutterseins sein.

Zögere nicht und kontaktiere deine Hebamme bei Fragen und Unsicherheiten und nimm Hebammenhilfe in Anspruch. Einige Leistungen können auch mit den Krankenkassen abgerechnet werden.

Wichtig: Für jede Frau ist Hebammenhilfe im Wochenbett eine Kassenleistung.

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